Mittwoch, 10. Dezember 2008

wochenende und konferenz

am freitag war die bereits angekündigte weihnachtsfeier der GTZ. es kamen viele leute aus allen möglichen ländern des balkan und mehr. eine sehr feucht-fröhliche party, bei deren ende ein paar jüngere zeitgenossen (wir waren insgesamt so ca. 7) sich entschlossen weiterzuziehen. so ging es ist den club plastic oder so ähnlich. um kurz nach 5 war ich wieder zuhause. dank der genialen lage meines appartments kann ich alles immer zu fuss gehen.
eigetnlich wollten christian und ich am nächsten morgen zu unserer 2-tägigen tour nach novi sad im norden serbiens aufbrechen. wir hatten aber am vorabend von einigen gehört dass ein tag für novi sad vällig ausreicht (was, zumindest im winter, auch stimmt). so wurde der samstag vergammelt bzw. mit einer gemeinsamen, wenig erfolgreichen, weihnachtsshoppingtour verbracht.
am sonntag ging es in aller früh dann nach novi sad (abfahrt mit dem zug: 8.15). ist wirklich ein nettes städtchen mit großer universität und daher gerade bei jungen leuten sehr beliebt. hier findet auch das größte festival serbiens statt, zu welchem selbst in belgrad alle hostels die preise kräftig anheben. bei novi sad ist aber die riesige burg besonders hervorzuheben. als ehemalige grenzfestung von österreich ungarn gegen die türken war die anlage entsprechend ausgebaut. s ist die größte burganlage südosteuropas und eine der am bestenerhaltetenen. zu dem komplex gehören unter anderem tunnelanlage mit einer gesamtlänge von 16 km! auf dem weg zur burg haben wir uns allerdings verlaufen (wir sind uns immer noch nicht sicher wer die karte im cafe vergessen hat), wodurch wir aber wahrscheinlich alle gewerbegebiete von novi sad gesehen haben. entsprechend müde sind wir abend in den zug gestiegen. und am montag ging die büroroutine weiter. wir sollen jetzt einen neue komponente zusammenstellen. bisher ist investmentfondaufsicht in serbien, kroatien, montenegro, albanien, mazedonien im gespräch. eigentlich auf der kososvo, aber die haben noch nicht einmal ein echtes finanzministerium geschweige denn einen finanzmarkt (wenn man die mafia ausnimmt) und wahrscheinlich auch keine fonds die beaufsichtigt werden müssten.
gestern und heute war ich auf einer gtz konferenz zum thema insolvenzverwalter. hört sich nicht so spannend an, ist es auch nicht. jetzt bin ich fix und fertig.
morgen ist ein "normaler" bürotag, freitag und samstag ist wieder konferenz. diesmal veranstaltet die serbische regierung ein treffen zum thema geschlechtergleichberechtigung im serbischen privatrecht (ich weiss, dass ist alles unglaublich examensrelavant). mal seehn wie's wird. freitag abend jedenfalls gibt es ein grosses abendessen auf einem schiff mit fahrt auf der donau. allein deswegen wird es sich hoffentlich schon gelohnt haben. zudem sehe ich den palast von serbien. ein gigantomanisches gebäude (ist der ehemalige palast der föderation von jugoslawien)
ich versuche morgen mal bilder von novi sad hochzuladen.
bis dann, sebastian

Mittwoch, 3. Dezember 2008

Bilder von Belgrad

So, habe es mal geschafft ein paar Bilder hochzuladen. Genauere Informationen bitte der jeweiligen Bildunterschrift entnehmen. Bei Fragen einfach Kommentar posten.

http://picasaweb.google.com/newsfromcapetown/Belgrad#

Montag, 1. Dezember 2008

Geld und Hunde

Serben haben eine eigenartige Beziehung zu ihrer Waehrung und Geldpolitik im allgemeinen. Zunaechset einmal lieben sie bargeld. alles lauft ueber cash. ich weiss nicht genau warum (und die hier auch nicht) aber keiner traut dem banksystem so richtig. und wenn dann bezahlt wird, dann am liebsten in euro. im taeglichen leben wird aber immer noch in serbischen dinar bezahlt. groessere mengen hat man aber nie dabei. das schleppt man in euro mit sich rum. und wenn man dann geld braucht, dann wechselt man den 50 euro schein an einer der vielen wechselstuben in dinar um. und wechselstuben gibt es hier viele.
und das alles obwohl die serbische nationalbank haenderingend versucht den dinar kuenstlich stabil zu halten. erst letzte woche hat sie eine halbe milliarde euro verkauft um den kurs zu stabilisieren. trotzdem gibt der kurz weiter nach (der kurs steht fast bei 90 zu 1 gegenueber 85 zu 1 bei meiner ankunft).
weitere kuriositaet: hier werden weiterhin die wehcselkurse fuer deutsche mark angegeben. und das nicht etwa aus nostalgischen gruenden, sondern weil mit der DM wirklich noch gehandelt wird. geraed in bosnien ist die DM noch sehr ueblich. der kurs ist uebrigens, gemessen gegen den euro, in den letzten jahren absolut stabil geblieben :-)
Eine andere Sache die schnell auffaellt: hier gibt es noch "wilde" Hunde. Also Rudel von herrenlosen Hunden die gemeinsam durch die Stadt ziehen auf der Suche nach Abfaellen. Die sind jetzt nicht wirklich gefaehrlich, aber in groesseren Staedten habe ich das bisher noch nicht gesehen.

Ich habe am Wochenende einige Touren durch die Stadt gemacht. Dabei habe ich nicht nur die meisten Touri-Highlights wie Kalemegdan, Sava-Tempel (die groesste orthodoxe Kirche der Welt, von den AUsmassen ungefaehr wie die Hagia Sophia, aber innen total haesslich weil leer) die Soldateninsel sowie das Sava- und Donauufer. Samstag abend war ich mit zwei Kollegen weg, einem Deutschen und einer Serbin. Und Belgrad wird seinem Namen als Partymentropole des Balkans wirklich gerecht. Angeblich kommen die Leute sogar von Mazedonien um hier Party zu machen. Ich werde mal gucken ob ich ein paar Bilder hochladen kann.
Bis dann, Sebastian

Mittwoch, 26. November 2008

Belgrad und mazeonisches Beihilfenrecht

Belgrad ist toll!

Eigentlich koennte der Eintrag jetzt schon zuende sein, den der Satz stimmt absolut. Aber vielleicht sollte ich ein wenig erlaeutern: nach getaner Arbeit (GTZ ist immer noch super und alle sind total nett) habe ich mir meine Nachbarschaft genauer angesehen nd dabei festgestellt das ich wirklich ABSOLUT im Zentrum wohne. 4 Minuten zur zentralen Bushaltestelle (das hoert sich klein an, aber Belgrad hat ca. 1,6 Mio Einwohner), ebensoweit zu den Fussgaengerzonen sowie zu einigen Regierungsgebauden im Stil des 19./20. Jahrhunderts. Man kann sich Belgrad ungefaehr vorstellen wie Prag. Nur halt nicht so gut restauriert. Und weniger Touristen. Und vor wenigen Jahren von der NATO zerbombt. Aber davon sieht man nur noch wenig. Insgesamt ist Belgrad eine moderne Metropole. In den naechsten Tagen werde ich mal versuchen zeitig von der Arbeit zu verschwinden um zB die 50 ha grosse Burganlage inmitten der Altstadt zu besichtigen. Dafuer wuensche ich mir dass das Wetter so herrlich beleibt wie jetzt! In den letzten Tagen hatten wir alles moegliche: Regen, Schnee (Falls jetzt der EIndruck entsteht ich wuerde hier im Schneechaos versinken, Duesseldorf war schlimmer...). Aber jetzt ist es wieder wunderschoen und ich freue mich auf die grosse Burg.
Habe mittlerweile sogar einen Supermarkt gefunden. Im Zentrum-Zentrum gibt es naemlich nur so mini Ecklaeden wo es zwar Nudeln aber keine Sauce gibt. Das hat sich gestern geaendert!
Bis zum meinem Besuch des "Gibraltars der Donau" (so wird Belgrad aber besonders die Burgeanlage Kalemegdan genannt) arbeite ich noch am Projekt weiter. Im Moment beschaeftige ich mich mit montenegrinischem, serbischen, albanischen, kroatischen, mazedonischen, bosnischem und kosovanischem (schreibt man das so?) Wettbewerbsrecht, Recht des oeffentlichem Auftragswesens sowie dem Beihilfenrecht. Es geht darum inwiefern diese Gebiete an europaeisches gemeinschaftsrecht angeglichen sind bzw. was noch gemact werden muss. Beim Kosovo ist das ganz einfach: die haben nix, also beginnt man damit die (gerade in Planung und teilweise schon im Vollzug befindliche) Verwaltung fuer die Thematik zu "sensibilisieren". Aber bevor sich die Regierung dort mit solchen Themen beschaeftigt wird wohl verstaendlicherweise noch einige Zeit vergehen. Die haben estamal anders zu tun. Solange beschaeftige ich mich mit der Implementierung von EU-Verordnungen in bosnisches Wettbewerbsrecht und ob die albanische Behoerde zur Kontrolle staatlicher Beihilfen auch effektiv genug arbeitet.

Nebenher plane ich noch einen Wocheendausflug nach Novi-Sad im Norden Serbiens. Soll eine wunerschoene Stadt sein und ist auch nicht allzuweit weg.

Bis dann!

Neuanfang

Auch wenn mir bewusst ist, dass ich durch die lange Vakanz viele (na gut, so viele Leser werden es wahrscheinlich nie gewesen sein) verprellt und endgueltig verloren habe, versuche in doch einen Neuanfang. Denn mittlerweile ist viel passiert:
1. Ich bin nicht mehr in Kapstadt
2. Ich war dann einige Tage in Dubai
3. Dann stand Deutschland mit den Stationen Krefeld und Trier auf dem Plan
4. Jetzt bin ich in Belgrad
(5. Auch wenn der Blogname jetzt strenggenommen falsch ist da die Nachrichten aus Belgrad kommen halte ich einen neuen Blog (newsfrombelgrade) fuer ueberfluessig)

Und hier geht's jetzt weiter:
Am Sonnag setzte ich mich in die Maschiene von JAT Airways und flog in Richtung Belgrad. Wobei fliegen zunaechst nicht der richtige Ausdruck war. Man mag es kaum glauben: an genau dem wahrschenlich statistisch gesehen einzigen Tag im Jahr wo es in Duesseldorf schneit muss ich fliegen. In meinem Fall bedeutete das eine Verspaetung von 4 Stunden. Die GTZ (da mache ich mein Praktikum) hatte eine Unterkunft fuer mich organisiert und auch fuer einen Transfer vom Flugahfen durch unseren Fahrer Vlada gesorgt. Als die Stunden Wartezeit jedoch verstrichen fragte ich mich jedoch, wie lange Vlada wohl warten wuerde. Und dann wurde mir auchnoch klar, das ich keine Ahnung hatte wo mein "Unterkunft" war (ich hatte noch nichteinmal eiine Adresse) geschweigedenn wie ich Schluessel dafuer bekommen wuerde.
Es trat das einfachste Szenario ein: Vlada war da und er wusste alles. Es ging also zu meinem Appartment (welches ich fuer mich ganz alleine habe). Am naechsten Morgen musst ich mich gleich in Schale schmeissen, denn die erste Konferenz stand auf dem Programm: es ging um die Verbesserung der serbischen Zwangsvollstreckung. Das Programm wurde von den Amerikaners begleitet. Ueberhaupt muss man sagen dass die verschiedenen Laender sich in Belgrad die Fuesse platttreten, zumindest was Rechtshilfe angeht. Aber gut, mir soll's Recht sein. Denn wo Amerikaner, da gutes Essen.
Morgens war ich noch von Vlada mit dem Auto abgeholt worden, meinen Rueckweg trat ich allerdings mit dem Bus an. Hoert sich einfach an. Ist es auch, wenn man die Umgebung seiner Wohnung schonmal bei tageslicht gesehen hat oder zumindest weiss wo sich die naechste Bushaltestelle befindet. War ein aufregendes Unternehmen: ich hatte naemlich imer noch keine Ahnung wo ich wohnte. Die Adresse hatte ich mir zwar aufgeschrieben aber natuerlichin der Wohnung gelassen. Ebenso Hausnummer. Ich konnte folglich nichteinmal Passanten um Hilfe bitten. Das einzige woran ich mich erinnerte war die Farbe und Form der Haustuer. Und so schaute ich mir Haustueren in der Belgrader Altstadt bei Nacht an. Auch ein Erfahrung. Nach einiger Zeit fand ich auch eine verheissungsvoll aussehende Tuer; es war sogar meine.
Erster Tag erfolgreich hinter mich gebracht.

Mittwoch, 29. Oktober 2008

Kruger, Swaziland, Sodwana Bay, Pretoria

kleines Update:
Nach einer unglaublichen 2-taegigen Tour durch den Sueden des Kruger Nationalparks sind wir weiter nach Swaziland gefahren. Dort haben wir in Bulembu eine Geisterstadt gesehen (die Asbestmine hat vor 5 Jahren geschlossen und in der fuer 50.000 Menschen geplanten Stadt wohnen nur noch ca. 100 Leute). Danach ging es durchs Landesinnere nach Mbabane und Manzini. DOrt haben wir uebernachtet. AM naechsten Tag sind wir weiter ueber die Grenze zurueck nach Suedafrika und nach Sodwana Bay, dem tauchparadies Suedafrikas. Das Wasser dort hatte eine Temperatur von 24 C. Entsprechend haben wir dort 2 Tage am STrand verbrach und eine Quad-Tour durch den Wetland Nationalpark gemacht. Dort gibt es viele Hippos und Krokodile. Gestern ging es dann nach Pretoria. Hier bleiben wir jetzt 2 Tgae und fliegen morgen Abend am Jo'burg wieder zurueck nach Cape Town.
Mehr infos wenn ich wieder in heimischen Gefilden bin.
Bis dann, Sebastian

Dienstag, 14. Oktober 2008

Fotos - kleiner Nachtrag

Ich habe mal versucht ein paar Fotos hochzuladen. Entpuppt sich insgesamt etwas schwierig, weil die Verbindung öfter mal abbricht und man es dann nochmal versuchen muss. Ein paar haben es trotzdem geschafft:
http://picasaweb.google.com/newsfromcapetown

Sommer

Nachdem wir hier für einige Tage kein Internet hatten kann ich endlich verkünden:
Der Sommer IST da!
Die letzten Tage waren wir fast jeden Tag am Strand. Und ich habe noch zwei weitere Male Lion's Head bestiegen, weil der AUsblick einfach genial ist und der Weg nicht zu lang ist (insgesamts so ca. 2,5 Stunden). Am Sonntag sind wir mit einem Typ den wir am Abend vorher kennengelernt hatten (wir kannten uns schon vorher, das ist mir aber erst am nächsten morgen aufgefallen), klettern gefahren. Hinter Muizenberg gibt es eine Menge Sandsteinfelsen die sich hervorragend zum klettern eignen. Dort haben wir so zeimlich den ganzen Tag verbracht. Und ich kenne jetzt eine Kletter- und Boulderhalle in Obz, nur 2 Minuten Fußweg von hier. Das war ein sehr erkenntnisreicher Tag.
Uni läuft auch ganz gut. Unsere ersten Noten haben wir mittlerweile bekommen nud ich kann sagne dass ich sehr zufrieden bin. Heute hatte ich das letzte Mal Dignity, Equality and Freedom, meinen Rechtsphilo-Kurs. Jetzt muss ich ein Essay über meine Gedanken schreiben, was gleichzeitig meine Endnote bildet. Naja, mal sehen was das wird.
Nächste Woche Diensttag fahren wir zu viert nach Johannesburg um von da aus in den Kruger Nationalpark zu reisen. Danach geht's noch nach Swaziland und eventuell nach Mozamique )mal sehen wie's hinkommt).
Mehr gibt's später!

Donnerstag, 9. Oktober 2008

SHAWCO

eigentlich sollte ich gerade auf unmengen schueler aufpassen, die hier in Khayelitsha, dem groessten township von kapstadt (ca. 1 Mio. Einwohner). da aber letzte woche ferien waren ist heute nur 1 schueler gekommen. und das obowhl wir heute drei berteuer sind, so viele wie noch nie! der computerraum ist trotzdem nicht leer: irgendeine andere gruppe die eine unternehmertum gruppe begleiten sitzten hier auch an den computern. keiner weiss so genau wo die herkommen, aber da ales freidlich ablaeuft haben wir entschieden das thema nicht anzusprechen.
heute vormittag habe ich noch etwas recherche fuer mein essay ueber Immanuel Kant betrieben. je mehr ich lese desto mehr wuerde ich gerne schreiben, denn desto komplexer wird die materie.
ich werde spaeter nochmal lion's head besteigen und dsa wochenende wohl groesstenteils am strand verbringen.
so, die unterrichtstunde ist gleich vorbei, ich muss jetzt maeuse einsammeln denn die sind in den letzten wochen auf mzsterioese weise verschwunden.
macht's gut, sebastian

Montag, 6. Oktober 2008

zusammenfassung

wenn ich mich nicht beeile werde ich den zorn meiner mitbewohner spüren. deshalb eine kurzfassung:
gestern doch kein festival weil ausverkauft. anstatt dessen strandtag. obwohl ich mich gut eingecremt habe habe ich mnoich total verbrannt. heute wieder strandtag. der sommer ist da.

Samstag, 4. Oktober 2008

neue mitbewohner

für 5 howe street hieß es mal wieder: eine neue kommt! und jenni aus oregon kam nicht alleine, sondern brachte auch gleich zwei freundinnen mit. schon nach kurzer zeit war klar, dass zumindest eine aus deutschland kam. im gespräch kam heraus dass wir alle (also 4 aus unserem haus) jura studieren. und nachdem die information "studienort hamburg" verbreitet war, kam aiuch schon die berüchtigte frage: doch nicht etwa an der bucerius?
bin ich nicht weit genug gereist um dieser frage zu entfliehen? gut, in indien passiert sowas wahrscheinlich nicht....
man könnte natürlich auch von zufall reden dass gerade die freundin eines 2004ers sich unsere wohnung anguckt. ob sie aber jetzt einziehen möchte........

gestern abend waren wir all-u-can-eat sushi essen - für 6,50€!!!
morgen fahren wir zum rocking the daisies! das bedeutet nicht dass der freizietpark gestorben ist, die gruppe teilt sich auf. anita, ebenfalls eine neue mitbewohnerin, ihre feundin und ich (und vielleicht noch jule und stefan) fahren dorthin. da das festival bereits um 14 endet fahren wir danach noch an den strand. und jetzt geht's an die waterfront tickets kaufen.
ich bin spät dran, tschüß!

Donnerstag, 2. Oktober 2008

gute vorsätze ud die vergangenheit

anstatt zu versuchen die ganzen vergangenen wochen im detail nachzuholen habe ich mich dazu entschlossen einfach einen kurzen überblick über diese zeit zu geben. das wohl wichtigste: julia war für drei wochen hier, von denen wir eine woche lang auf der garden route und route 62 waren (das sind strecken an der südküste von südafrika bzw. durch das kleine karoo). dort waren wir auch auf safari und endlich am kap der guten hoffnung und cape point (jaja, das kap der guten hoffnung ist nämlich gar nicht der südlichste punkt am kap, das ist cape point). davor habe ich für meinen international protection of human rights kurs noch ein essay über globalisierung und menschenrechte schreiben müssen. war ok aber, wie das thema schon nahe legt, nicht gerade eine juristische kernkompetenz. danach gab es noch zwei gruppen präsentationen (ich muss hier richtig arbeiten). im gegenzug ist mein zweiter kurs schon vorbei. unsere dignity, equality and freedom professorin muss leider nach new york, was bedeutet dass die nächsten drei wochen leider ausfallen. auch wenn der kurs wirklich gut ist, ist das für mich kein weltuntergang.
inzwischen bin ich zweimal auf den tafelberg gestiegen, einmal von er west- und einmal von er ostseite. letzten sonntag sind wir zum sonnenuntergang auf den lion's head gestiegen, ein 700 meter hoher berg zwischen tafelberg und innenstadt. der ausblick ist einfach unglaublich!

unsere 10-er wg hier n 5 howe street und der ganze freundeskreis macht im moment wieder mal eine veränderung durch. viele von den leuten die man am anfang kennengelernt hat, verlassen das land langsam. was hauptsächlich dadurch zum ausdruck kommt, dass mehr und mehr abschiedsparties gefeiert werden. vorgestern, gestern....
heute habe ich wieder shawco, die studentische initiative zur unterstützung der weniger privilegierten. und nach dem computerunterricht gibt es dann - genau, party für alle shwaco leute. puuh, ganz schön anstrengend.
nächstes wochenende fahre ich vielleicht auf ein festival nördlich von kapstadt, dem rocking the daisies. das steht aber noch nicht ganz fest, weil ich noch nicht genau weiss mit wem und außerdem in debrah eine gegnerin habe was die wochenendplanung betrifft: sie will unbedingt in einen freizeitpark, der unter den anderen auch nicht gerade unbeliebt ist. mal sehen.
und die die sich frgaen wie ich wohl aussehe: nein, ich war nicht beim friseur. aber seht selbst:

(diese bild jetzt 2 minuten alt)
so, ich muss jetzt aufstehen :-)

Mittwoch, 24. September 2008

ich schäme mich fast...

OK, ich sehe ein, dass ich noch fauler bin als ich selbst dachte. Mittlerweile sind es 1,5 Monate seit meinem letzten Eintrag. Und einige haben sich völlig zu recht beschwert. Ich werde jetzt versuchen die letzten 6 Wochen so gut wie möglich zusammenzufassen:
WIe in meinem letzten Eintrag angekündigt sind wir mit 8 Leuten nach Namibia gefahren. Wir hatten nur knapp eine Woche Zeit und zwei alte VW Käfer. Der eine, Freddies und meiner, bekam schon nach kurzer ZEit den Namen Scotty. Den zweiten Käfer den wir für den Trip angemietet hatten wurde Dolores genannt.
Das Team war international besetzt: Charleen, Sophie und Thibaud aus Frankreich, Aideen aus Irland, Ashlee aus Australien und Melanie, Freddyund ich aus Deutschland.
Am ersten Tag haben wir es bereits bis Springbok, eine Stadt weit im Norden von Südafrika, geschafft. Am nächsen Tag wurde dann die Grenze nach Namibia überquert. Wir hatten vor in die Wüste zu den heißen Quellen nach Ai-Ais zu fahren. Nach 30 Kilometern auf namibischer Autobahn mussten wir dann links auf Schotterpiste abbiegen. Aber auch dort kamen wir ganz gut voran. Bis wir dann eine Pause machten. Danach konnte DOlores nicht mehr starten. Durch gezieltes Anschieben bekamen wir den Wagen aber wieder ans Laufen und setzten unsere Fahrt fort. Nach weiteren 2 Stunden Fahrt kamen wir in die Nähe von AI-Ais. Dort stand an der Straßenseite ein alter Mann in einem kleinen Haus und zeigte auf ein kleines Pappschild. Darauf stand sinngemäß, dass Ai-Ais wegen Bauarbeiten geschlossen ist und man leider irgendwo anders übernachten soll.
Das Problem war nur, dass wir uns mitten in der Wüste befanden. Da findet man nicht so mal eben ein Hotel. Wir wollten aber einfach nicht zurückfahren und setzten unsere Fahrt fort. Wenn man es schonmal in die namibische Wüste geschafft hat, sollte man auch den berühmten Fishriver Canyon sehen! Also weiter. DOch schon bald breitete sich im anderen Auto Panik aus, man würde bald ohne Benzin dastehen. Ich war mir sicher dass wir noch genügend hatten. Aber egal, zuerst galt es eine Tankstelle zu finden. Was auch unter Berücksichtigung der Umstände relativ schnell gelang. Und im Canon Roadhouse wurde ich auch schnell auf die deutsche Vergangenheit dieses Teils von Afrika aufmerksam gemacht. Denn nach diesem durchaus anstrengenden Trip kam ein junger Afrikaner der dort angestellt war auf mich zu und fragte mich in flüssigem Deutsch ob ich mein tshirt mit ihm tauschen wolle (ich hatte das mit dem Trabbi an). Ich habe es aber abgelehnt, weil seins wirklich häßlich war. DOrt bekamen wir aber etwas zu essen (z.B. Apfelstrudel) und auch Benzin. Im Roadhouse selbst konnten wir nicht übernachten, weil sie nicht mehr genug Plätze hatten. Also beschlossen wir schnell noch zum FIshriver Canyon zu fahren und dann die Wüste wieder zu verlassen (was sich als schwieriger herausstellte als gedacht...). AUf dem Weg haben wir noch einige Tierherden (Springboks, Straußen und Zebras) gesehen, die in der Abendsonne in Richtung Osten zogen. Der Canyon stellte sich als absolut umwerfend heraus: ich würde ihn direkt mit dem Grand Canyon in den USA vergleichen. der Unterschied ist nur, dass der Fishriver Canyon sich erstens in Namibia befindet und zweitens im Süden von Namibia mitten in der Wüste, wo erst recht keiner ist. Die Sonne ging unter und wir machten uns auf den Rückweg. WIeder einmal hatte Dolores Startschwierigkeiten, aber mittlerweile hatten wir darin Übung. ALs Problem stellte sich nur heraus, dass Dolores allem Anschein nach nicht nur ein Problem mit dem Anlasser, sonder mit dem gesamten elektrischen System hatte. DIe Scheinwerfer funktionierten jedenfalls auch nicht. Wir vereinbarten, dass Scotty vorfährt und "den Weg leuchtet". DIe beiden auf dem Rücksitz hatten die AUfgabe nach dem anderen Fahrzeug Auschau zu halten. Hätten die ein Problem konnten sie ja nicht selbstständig auf sich aufmerksam machen (ja, auch die Hupe bracht Strom und unsere Handies funktionierten in Namibia auch nicht). Dieses System funktionerte auch erstanlich gut, auch wenn es zuweilen schweirig war in der stockdunkelen Wüste ein Auto hinter uns zu erkennen. DOch dann war DOlores plötzlich weg.
Wir hielten natürloich sofort an und fuhren zurück. Die zweite Gruppe hatte angehalten. Der Rad rechts vorne machte laute Knackgeräusche beim drehen. Wir versuchten im Licht von Scotty's Scheinwerfern zu sehen, ob etwas kaptt war, oder ob sich wohlmöglich nur ein Stein festgesetzt hatte. Zu sehen war auf den ersten Blick nichts. Allerdings hörten wir auf der Straße aus der Ferne ein Auto kommen. ALs es näher kam sahen wir, dass es sich um einen Abentuerbus handelte, deren Mitfahrer wir schon am Fishriver Canyon getroffen hatten. SIe hielten an und fragten ob wir ein Problem hätten. Nach einem kurzen Gespräch bot der Fahrer an, unser zweites Team (das aus der kaputten DOlores) mitzunehmen. Gemacht getan. Damit waren wir wenigstens die weinerlichen Franzosen los. Jetzt waren wir noch zu viert in der Wüste mit zwei AUtos, eines davon kaputt. Ich wollte das Auto aber nicht einfach so stehenlassen und beschloss mir die Sache nochmal genau anzusehen. Und tatsächlich, nach ein wenig Klopfen und einer fachmännischen Analyse war das Knackgeräusch weg. Wir schoben Dolores wieder an und konnten sie starten. Ich fuhr nun in Dolores und Melanie in Scotty. Ansonsten waren noch Freddy und Ashlee da. Ich saß in DOlores und wartete auf die anderen, damit sie mich überholen und mir den Weg leuchten konnten. DOch schon nach 2 Minuten wurde SCotty wieder langsamer. Nachdem ich das Fenster runtergekurbelt hatte fragten mich Mel und Ashlee: UNd, ist Freddy bei dir? Und in diesem Moment kam Freddy von hinten angelaufen! Mel und Ash hatten Freddy gesagt er solle bei mir mirfahren. Davon wusste ich nur nichts und bin deshalb ohne ihn losgefahren... Zum Glück ist ihnen das noch früh genug aufgefallen.
Und so fuhren wir immer noch mit beiden Wagen durch die Wüste in Richtung Seeheim, wo ein Hotel auf uns warten sollte. Unser Glück sollte uns aber nur ca. 30 Kilometer hold sein. Dann setzt bei Dolores die Zündung aus, es gab mehr und mehr Zündfehler bis der Motor schliesslich nicht mehr lief. Nach kurzem Nachdenken haben wir dann den verstopften Luftfilter als Fehlerquelle identifiziert, ihn "gereinigt" und nach einem weiteren push-start mitsamt dem Auto nach Seeheim gefahren. Dort war die Freude über unsere Ankunft natürlich groß, besonders weil wir mit bieden Wagen ankamen.
Am nächsten Morgen machten wir uns nach Keitmanshoop auf. Dort wollten wir Dolores reparieren lassen. Schon bald waren wir von "Experten" umringt die uns helfen wollten. Irgendwann kam ein Mechaniker wie aus dem Film: alter Pickup-Truck, dreckige Kleidung und eine Fahne die man schon aus mehreren Metern ENtfernung roch! Aber er war der erste der das gebrochene Radlager (ja, das Radlager war kaputt, es war kein Stein der uns in der Wüste lahmgelegt hat :-)) entdeckt hat und auch bereit war es zu repartieren. Später fiel uns auch noch auf, dass Scotty einen seiner beiden AUspuffe verfloren hatte. Wahrscheinlich auch ein Tribut an die nächtliche Wüstenfahrt. Aber alles wurde in dieser "Werkstatt" repariert. AUf dem Weg dorthin hat in Dolores noch die Batterie Feuer gafangen, da einige der "Helfer" wohl doch nicht so viel Ahnung hatten, aber das hat mich im Anbetracht der sonstigen Umstände kaum gestört. Außerdem war es ja nur die Batterie.
Diesen Abend haben wir gefeiert (wer kann es uns verdenken....). Es wurde Fleisch für den Grill und viel Alkohol eingekauft und doie Party konnte beginnen. Zwischendurch war ich in der Bar vom "Schützenhaus" (so hieß unsere Unterkunft). Dort wurde auf den ältesten Knobelverien Namibias hingewiesen. Im Barraum hingen auch noch die Fahnen vom "Turnerverein "Gut Heil" Keitmanshoop" sowie dem Kriegerverein Keitmannshoop (Motto: Für Kaiser, Volk und Vaterland). Ja, man spürt die deutsche Vergangenheit. Und Jägermeister gab's auch.
Am Morgen darauf wurde ersteinmal ausgeschlafen. Dann machten wir uns langsam auf den Weg zurück in Richtugn Süden. WIr entschieden uns für einen langen Autofahrt-Tag und fuhren bis Springbock durch, wo wir im gleichen Haus übernachteten wie auf dem Hinweg.
AM nächsten Tag wollten wir uns die Blumenfelder ansehen, die man in der Flower Season in der Wüste sehen kann. Für ein paar Wochen im Frühling kann man dort eine vielfältiges Farbspektakel anstatt der sonst kargen Wüste bestaunen. Die örtliche Touristeninformation riet uns, weiter anch Süden zu fahren. Das kam uns entgegen, denn wir mussten den Highway sowieso runterfahren. DOch anch unserer ANkunft drei Stunden später sagte man uns, die Blumenfelder seien dieses Jahr weiter nördlich in Springbok - dort wo wir am Morgen losgefahren waren. WIr entschieden uns gegen eine Rückfahrt und suchten usn auf eigene Faust ein paar Blumenfelder, was auch erstunlich gut gelang.
Die Nacht verbrachten wir in dem beschulichen, aber unspektakulären Fischerdorf Lambert's Bay, wovon wir am nächsten Morgen zu einem Quadbike-Trip in die kleinste Wüste der Welt aufbrachen. Sowohl das Quadfahren alsauch die Wüste waren einfach unglaublich! Ich bin zwar mit meinem Quad von einer DÜne gefallen (ja, das fragt man sich wie man das wohl macht...) aber zum Erstaunen unseres Guides hatte ich mich nicht verletzt.
Der letzte Tag führte uns auf einer Küstenstraße zurück nach Kapstadt, wo wir auch Abends sicher ankamen.

So, das war Namibia.

Donnerstag, 31. Juli 2008

entwarnung

ich werde meine kurse doch nicht umwählen. entgegen der zwischenzeitigen befürchtung muss ich doch donnerstags nicht zur uni. es bleibt also bei mittwochs von 16.30-19.30 und freitags 14.00 bis 15.45. der geneigte leser müsste sich jetzt fragen: also hat er schon zwei wochen uni gehabt, warum erzählt er nichts davon? nun, also: letzte woche mittwoch habe ich freddy vom flughafen abgeholt, was bedeutet, dass ich die erste halbe stunde verpasst hätte. also wir dann also vom flugafen auf dem weg zu uni waren rief mich ashley an und sagtre, dass die stunde bereits nach einer halben stunde beendet wurde. der freitagskurs (dignity, equality and freedom) ist ausgefallen, weil die professorin wohl krank ist. das haben wir aber auch erst ruasgefunden, nachdem ich mich eine halbe stunde nach untererichtsbeginn auf die suche nach der professorin.
gestern hatte ich also meine ertse stunde. der master kurs scheint machbar. zu beginn durften wir uns aussuchen, ob wir eine 4 stunden abschlusklausur schreiben oder die klausur als 24h-take-away-exam schreiben wollen. nicht überraschenderweise haben wir uns für das 24h-write-at-home-exam entschieden. damit habe ich keine einzige "echte" abschlusskalausur. auch nicht schlecht.
in der zwischenzeit hben wir noch einige touren durch und in der umgebung von kapstadt gemacht. nächstes wochenende wollen wir nach stellenbosch zum weinfestival fahren, die woche danach geht es hoffentlich nach namibia. ursprüngloich wollten wir mit einer größeren gruppe fahren, aber mittlerweile sieht es so aus, als ob wir doch "nur" zu dritt mit dem käfer in richtung norden kriechen. wird aber bestimmt auch witzig.
seit vorgestern bin ich ein wenig krank, ist aber nichts großes. die erkältung kommt wohl vom surfen am montag. ja, ich kann jetzt wellensurfen. außerdem habe ich angefangen zu joggen (nach meinem fulminanten rekord beim hsh nordbank-run). diese beiden sportlichen ereignisse zusammen haben wohl meinen untrainierten körper überfordert. daraus habe ich gelernt: man sollte die sachen gaaanz langsam angehen, nur keinen stress. ich werde mich wohl mehr daran halten müssen.
das war's mal wieder, alles gute aus kapstadt,
euer sebastian

Montag, 21. Juli 2008

disneyland, braii und das kap (beinahe...)

seit meinem letzten post ist eine menge passiert. samstag abend waren wir wir schlittschuhfahren. ich hate keine ahnung wo das war und bin deswegen hinter einem der ahnung hatte hergefahren. wir kamen beim "grand west" an, eine art disneyland mitten in kapstadt. das ganze firmiert unter grand west casino, aber es handelt sich um viel mehr als nur ein kasino. es gibt nicht nur einen riesigen kasinobereich sondern auch eine art mini-phantasialand, einen großen gastronomiebereich und eben auch eine eine eishalle. das ganze kostet mit verleih 35 R, also etwas mehr als 3 €. und es war wirklich sehr witzig. trotzdem eigenartig in afrika eislaufen zu gehen. aber es ist schliesslich winter.
nur dieses ganze grand west fand ich sehr merkwürdig. denn sowie es dort stand, hätte es überall auf er welt stehen können.
am samstag morgen gegen 13 uhr sind wir zu einer braii in ein township aufgebrochen ("guguletu"). braii ist eine art grillen mit viel fleisch, bier und tanzen und hat in südafrika eine hohe gesellschaftliche bedeutung. wir sind beim green elephant aufgebrochen, einem backpacker hostel bei uns in obs. dort wurden wir von einem vw bus abgeholt und sind dann mit 12 mann ins township aufgebrochen. dort war tatsächlich eine riesen party im gange. für uns war ein großer tisch in der mitte reserviert. schon bald gab es eine schüssel mit gegrilltem fleisch und würstchen in der mitte. jeder nahm nun mit den händen ein beliebiges stück fleisch oder riss sich ein stück ab. dazu as man eine art hirsebrei. dieser war sehr klebrig, sodass man ihn mit den fingern formen konnte um es in die bratensoße zu tunken. dazu gab es dann viel alkohol. im hintergrund lief musik mit einem starken beat und nach und nach tantzen alle. nach vielen stunden machten wir uns wieder auf den heimweg. einige von uns sind dann nocheinmal zu roots gegangen um uns eine 15 R-Pizza zu holen. und dann war ein wunderbarer tag auch schon wieder vorbei.
heute war unser erster offizieller tag an der uni. ich hatte halt nur keine vorlesung. aber wir haben viel kleinkram erledigt: unsere laptops angemeldet, unsere student ids abgeholt, dann haben wir unsere intranet-accounts freigeschaltet und beim law-departement office vorbeigegangen um sicherzugehen dass wir auch wirklich in unsere kurse eingeschrieben sind. dabei stellte sich heraus, dass ich wohl doch dreimal in der woche zur uni muss und zwar für jeweils zwei stunden. ich bin mir noch nicht sicher ob ich angesichts dieser großen menge an studnen nicht doch noch den kurs wechseln sollte. wir haben dann auch zum ersten mal auf dem campus gegessen. auch dies ist unglaublich billig. und nach einem kurzen nachrechnen fanden wir auch heraus, dass es wirkloch günstiger ist essen zu gehen als selbst zu kochen. ich finde diesen gedanken sehr sympatisch.
danach ist stefan zum hockey-training gegangen und ash und ich haben uns aufgemacht. wohin wussten wir da auch noch nicht. es ging einfach in richtung süden auf main street. bis wir den indischen ozean erreicht hatten. dann entschieden wir uns für rechts, also weiter in richtung kap. wir hielten einfach an wenn wir wollten und sahen wunderbare strände und wir nahmen straßen wenn sie gut aussahen. schliesslich landeten wir am cape national park. und auch wenn es schon nachmittag war haben wir schnell tickets gelöst und sind mit unserem beetle in den nationalpark gehuscht. und die landschaft ist einfach umwerfend. ich versuche erst gar nicht zu sgaen wie schön es war, denn es ist ienfach unbeschreiblich. wir fuhren jedefnalls in richtung kap der guten hoffnung und kamen auch an einem parkplatz kurz vor dem entsprechenden leuchtturm an. wir machten uns auf, das kap zu erglimmen. aber kurz bevor wir den leutturm erreichten bekam ashley einen astmaanfall (klingt jetzzt schlimmer als es war) und wir gingen nicht weiter. ich war also noch nicht ganz am kap, ein paar hundert meter haben gefehlt. aber es war trotzdem super witzig. als ausgleich für das knapp verfehlte kap sind wir dann an einen strand im nationalpark gefahren. au fdem weg dahin kreuzte ein strauß unseren weg. das wäre eigetnlich nicht so schlimm gewesen, wenn ashley nicht panische angst vor vögeln hätte. und wer weiss dass die schon bei spatzen angst hat sollte sie mal bei straußen erleben. auf dem komplett leeren parkplatz ist sie dann zum ersten mal ein auto mit gangschaltung gefahren. ging gar nicht mal so schlecht. leider hatten wir die zeit total vergessen. die toren des nationalparks schliessen um 18.00 uhr und man hatte uns eingeschärft auf jeden fall vor 18.00 uhr die toren passiert zu haben. plötzlich wurde uns klar warum der parkplatz so leer war. allein schon die tatsache dass ich offensichtloich über eine internetverbindung verfügt zeigt schon dass wir es geschafft haben. aber ich glaube dass ich noch nie so schnell mit einem blauen käfer durch einen südafrikansichen nationalpark gefahren bin. pünktloich um 17.58 uhr ließen wir die torehinter uns. wie genau wir das geschafft haben weiss ich nicht genau. abe es war schnell.
auf dem rückweg haben wir die westliche route gewählt, welche am atlantischen ozean entlang führt. auch hier haben wir wunderbare strände im sonnenuntergang gesehen.
so long for now, bald gibt's mehr.
viele grüße von der südspitze (ja, dass solte man immer wieder bedenken: ich war heute sehr erstaunt sonne im norden zu sehen. ich war mir sicher, dass alle merksätze meiner kindheit für den norden keine sonne vorgesehen hatten. dass diese sätze nur für die nordhalbkugel gelten hatte man mir damals nicht gesagt....)

euer sebastian

Samstag, 19. Juli 2008

kurse und wochenende


gestern habe ich dann meine kurse gewählt. ich werde wohl doch nur einen master kurs und eine bachelor kurs nehmen. das würde bedeuten, ich trotzdem zweimal in der woche zur uni muss, mittwochs und freitags für jeweils zwei stunden. mal sehen ob ich das aushalte.
abends waren wir zuerst bei uns im viertel essen. im roots gibt es die pizza margaritha für 15 R, das sind ca. 1,20€. und davon wird man auch satt. ich weiss jetzt wo ich die nächsten monate essen werde. danach waren wir im bottle store. wie nach noramerikanischem vorbild gibt es alkohol nur in seperaten geschäften, die als solche dann aber auch nur alkohl verkaufen. dabei stellten wir fest, dass das beck's in kapstadt günstiger ist als in deutschland. und einheimisches bier ist wirklich sehr günstig. aber acuh heineken ist mit ca. 1€ für eine 750 ml flasche alles andere als teuer.
später sind wir alle, also die ganze wg (edward(fr), sophie(fr), neil(us), pam(sa), mel(de), ashley(aus), stefan(de) and me(de)) mit einem taxi zur high street gefahren. high street liegt in der city bowl, also dem zentrum von kapstadt. hier geht man abends hin um party zu machen. das ganze sieht ein bisschen aus wie new orleans vor kathrina. dort sind wir zuerst in einen club (zula) gegangen um zu bezahlen und einen stempel zu holen. dann sind wir wieder raus und in einen irish pub, das dubliner, gegangen bis im zula was los war. im dubliner spielte eine ordentliche live band und der eintritt war frei. wir soind aber nicht lange geblieben sondern zurück ins zula. dort hatte mittlerweile ebenfalls eine live band begonnen zu spielen. das ganze war eine mischung aus reggae, jazz und hiphop mit deutlich afrikanischen einflüssen. am mikrofon stand ein junger simbabwianer (keine ahnung wie man das schreibt) der gut stimmung gemacht hat. man muss bedenken, dass diese "bühne" sich im seiten stock befand. das haus war aber in guter alter bauweise noch aus holz gebaut, auch der boden. und wenn die menge dort tanzte merkte man dass der boden deutlich zu schwingen begann. anfangs war dies etwas beängtigend, aber nach einiger zeit hatte man sich daran gewöhnt. so gegen 2.30 waren wir noch kurz australisch essen und sind dann alle nach hause gefahren.
heute morgen kam mien vermieter, da ich neue gardienen brauche (zur zeit gibt es nur die hälfte, was doch ein wenig zu wenig ist). danach sind ash, stefan und ich zur waterfront, also dem hafen von cape town gefahren. eigentlich wollten wir nach robben island fahren (dort wo mandela, der gestern übrigens geburtstag hatte, jahrelang im gefängnis saß). dort angekommen mussten wir aber feststellen, dass alle touren komplett ausgebucht oder gecanceled waren. dann sind wir ien paar stunden an der waterfront herumgelaufen und waren in einem tollen cafe(siehe bild oben) kaffe trinken.
jetzt sind wir wieder hier und ruhen uns aus um später mit einigen andern schlittschuhlaufen zu gehen. und für morgen hat uns melanie, die in den ärmeren vororten von kapstadt freiwilligenarbeit leistet, ein braii (eine art südafrikanisches grillen) in einem township organisiert.
bis später,

euer sebastian

Donnerstag, 17. Juli 2008

So, hier werde ich in den nächsten wochen mal mehr und mal weniger (so wie ich mich kenne wird dieser teil die überhand gewinnen) über meinen aufenthalt in kapstadt berichten.
nach einigen schwierigkeiten mit meinem visum (ich musste letzten montag nach berlin fahren damit die botschaft mir das visum ausstellt und mir auch gleich aushändigt, schliesslich ging mein flug am diensttag nachmittag) machte ich mich schliesslich auf den weg. mein flug beinhaltete einen aufenthalt in dubai über nacht. auch wenn der service von emirates wirklich super war (das entertainment system an borad ist einfach umwerfend: jeder hat sein eigenes großes display, auf dem er nach wahl filme, serien oder spiele spielen kann. dabei dient die fernebdienung als vollwertige spielekonsole.), kann ich nur jedem empfehlen ein zimmer zu buchen. dies habe ich nicht getan und durfte mir mit tausenden von indern und pakistanis den flughafenboden teilen. schätzungsweise 60%-70% des flughafenbodens (und dabei übertreibe ich wirklich nicht) war mit menschen bedeckt die schliefen. da habe ich mich einfach zugesellt.
mein ursprünglicher plan war es nach dubai city zu fahren, was theoretisch kein problem ist, da das zentrum nur 4 km vom flughafen entfernt ist. beim anflug auf dubai konnte man sowohl die skyline, alsauch das gigantische inselprojekt "the palm" sehen. zurück zu mienem plan: aus dem trip wurde nichts. mein unglaublich netter sitzplatznachbar im flugzeug (der leiter der emiratischen jugend-springreiter-mannschaft, der gerade von einem turnier in aachen kam und für ein paar tage nach dubai kam) sagte mir, dass es keinen sinn machen würde. zwar sei dubai absolut sehenswert, aber bei nacht sei die satdt praktisch tot. zudem hat mich die temperatur von 38 grad celsius (ja, auch noch weit nach mitternacht) nicht gerade zu diesem ausflug ermutigt. dann eben nicht. die nacht war auch so der horror. wer weiss, dass ich nur schlecht in räumen schlafen kann in denen das licht eingeschaltet ist und dass ich aufwache, wenn sich leute im zimmer bewegen wird soich ausmalen können, dass ich im flugahfen wohl keine schlaf gefunden habe.
auf dem flug von dubai nach kapstadt, welcher um halb neun am nächsten morgen startete, stand ich vor der schwierigen wahl: schaue ich´mir weiter aktuelle kinofilme an oder versuche ich zu schlafen? ich entschied mich fuer einen gesunden mix, wobei ich dem schlaf ein größeres gewicht einräumte. geschlafen habe ich trotzdem nicht.
angekommen in kapstadt musste ich feststellen, das der flughafen von cape town ein provinzflugahfen ist. auch wenn gerade ein neubau entsteht war ich von dem winzigen gebäude beeindruckt. nur um die ausmaße des flughafens zu beschreiben: es gab kein parkhaus oä, da alle benötigten stellplätze in wenigen minuten zu fuss erreichbar waren. dort jedenfalls wurde ich von "best beetle", meinem autoverleiher, abgeholt. mit ihm fuhr ich dann nach brakenfell, einem industriell geprägten vorort. dort bekam ich meinen käfer. extra für mich haben sie ihn neu lakiert (dunkelblau, wenn sie dabei nicht an julia gedaxht haben) und mir ihr neuestes fahrzeug gegeben (was in diesem jahr aber immerhin seinen 30. geburtstag feiert). dazu hatte das auto einen "neuen" motor bekommen (er sieht auch tatsächlich neu aus, wobei ich mich frage wo man einen neuen käfer-motor heutzutage herbekommt....immerhin tankt er jetzt bleifreies benzin). dann bekam ich eine kurze einführung in "how to handle a beetle". dann musst ich noch kurz im strassenverkehr beweisen, dass ich fahren konnte (was man angesichts meiner ersten fahrt im südafrikansichen linksverkehr durchaus bezweifeln durfte). ist aber alles gut gegangen. dabei musste ich aber leider auch erfahren, dass sich der preis von benzin in den letzten monaten verdoppelt hat.
von brakenfell aus fuhr ich dann allein über verscheidene autobahen nach kapstadt zu meiner wg. dafür dass ich 30 stunden nicht geschlafen hatte und es meine erste erfahrung mit linksverkahr war ging es erstaunlich gut. wenn man einmal auf der strasse ist und dran denkt auch links zu bleiben ist das alles kien problem. nur wenn ich abbiege bin ich jedes mal versucht mich auf der rechten seite in die neue strasse einzuordnen...
meine mitbewohner sind alle super. stefan und friedrich, die auch von der law school hier sind, wohnen ebenfalls hier. es wohnt noch eine andere deutsche hier, ansonsten haben wir zwei franzosen, eine australierin die auch law an der uct studiert, amerikaner und jede menge andere nationen. auch wenn mein zimmer so ganz ihne tapete und verputzung eher einer großzügigen zelle gleicht und die tatsache von einfachverglasung und einer bauweise ohne heizung den winter schwer zu ertragen scheinen lassen, ist es alles in allem ok.
am nächsten morgen ging es dann mit stefan und ashley (der australierin) ab zur uni. dort war laut unserer information der letzte tag für pre-registration, welche vor der registration am freitag, also morgen, erfolgen musste. dort angekommen stellten wir fest, dass das einführungsprogram bereits am montag bekonnen hatte. unserer kontakt an der uct hat es aber nicht für nötig gehalten uns davon zu informieren. auch fand an diesem morgen nicht die pre-registration statt sondern nur verschiedene vorträge für die international student, von denen die meisten in einem austauschprogram für erziehungswissenschaften sind. danach war ich mit steafn und ashley einkaufen. nachdem ich ashlesy zuhause abgesetzt und stefan zum hockey gefahren habe, bin ich wieder zurück zur uni um zur pre-registration zu gehen, was die anderen beiden schon am montag getan hatte. BWL studenten aus dem ersten jahr hätte bestimmt 100 stellen gefunden an denen man den check-in prozess hätte optimieren können. es war schon erstaunlich wie lange man brauchen kann um eine überschau- und vor allem vorhersehbare anzahl an studenten zu registrieren. wie dem auch sei, dort habe ich jedenfalls wieder neue leute getroffen. mit denen mit ich im anschluss noch über den campus gelaufen und danach zu einer shoppingmall gefahren um ein handy zu kaufen. ich bin jetzt stolzer besitzer von einem handy, welches weder über eine tastensperre, noch über vibrationsalarm verfügt. aber es war günstig. meine nummer ist übrigens 0823529230. davor muss noch die südafrikanische vorwahl die ich gerade nicht im kopf habe. während sms unglaublich günstig ist (selbst nach deutschland kostet die sms weniger als 20 eurocent) befinden sich die anderen tarife für internationale gespräche im üblichen (hohen) bereich. noch anders verhält es sich mit preisen für internet. hier ist es üblich nach volumen zu bezahlen. auch an der uni muss man sich für jede internetaktivität anmelden um von seinem konto abbuchen zu lassen. uploads hingegen sind kostenlos. deswegen werde ich fotos (wenn ich mal welche mache und auch dazu kommen sie hier zu posten) vom uni-netzwerk hochladen. nach einem netten abendessen bin ich nun einfach nur noch fertig. für morgen steht vormittags registration auf dem studenplan, abends machen wir obz unsicher (wenn es das nicht schon ist :-)) obz ist observatory, das vietel in dem ich lebe. es stellt sich heraus das observatory das absolute in-viertel ist, wo sich alle lokalitäten zu weggehen befinden. auch gut.
so much for now.

ich wünsche euch allen eine gute nacht,

euer sebastian


(ach ja, ich schreibe diese texte direkt runter ohne sie nocheinmal zu überprüfen (würde ich mir das vornehmen, würe ich noch seltener schreiben). es wird daher von rechtschreibfehlern wie von satzbaufehlern nur so wimmeln; wer ein problem damit hat sollte einfach auf seinem bildschirm auf das kleine x oben rechts klicken.)