Mittwoch, 26. November 2008

Neuanfang

Auch wenn mir bewusst ist, dass ich durch die lange Vakanz viele (na gut, so viele Leser werden es wahrscheinlich nie gewesen sein) verprellt und endgueltig verloren habe, versuche in doch einen Neuanfang. Denn mittlerweile ist viel passiert:
1. Ich bin nicht mehr in Kapstadt
2. Ich war dann einige Tage in Dubai
3. Dann stand Deutschland mit den Stationen Krefeld und Trier auf dem Plan
4. Jetzt bin ich in Belgrad
(5. Auch wenn der Blogname jetzt strenggenommen falsch ist da die Nachrichten aus Belgrad kommen halte ich einen neuen Blog (newsfrombelgrade) fuer ueberfluessig)

Und hier geht's jetzt weiter:
Am Sonnag setzte ich mich in die Maschiene von JAT Airways und flog in Richtung Belgrad. Wobei fliegen zunaechst nicht der richtige Ausdruck war. Man mag es kaum glauben: an genau dem wahrschenlich statistisch gesehen einzigen Tag im Jahr wo es in Duesseldorf schneit muss ich fliegen. In meinem Fall bedeutete das eine Verspaetung von 4 Stunden. Die GTZ (da mache ich mein Praktikum) hatte eine Unterkunft fuer mich organisiert und auch fuer einen Transfer vom Flugahfen durch unseren Fahrer Vlada gesorgt. Als die Stunden Wartezeit jedoch verstrichen fragte ich mich jedoch, wie lange Vlada wohl warten wuerde. Und dann wurde mir auchnoch klar, das ich keine Ahnung hatte wo mein "Unterkunft" war (ich hatte noch nichteinmal eiine Adresse) geschweigedenn wie ich Schluessel dafuer bekommen wuerde.
Es trat das einfachste Szenario ein: Vlada war da und er wusste alles. Es ging also zu meinem Appartment (welches ich fuer mich ganz alleine habe). Am naechsten Morgen musst ich mich gleich in Schale schmeissen, denn die erste Konferenz stand auf dem Programm: es ging um die Verbesserung der serbischen Zwangsvollstreckung. Das Programm wurde von den Amerikaners begleitet. Ueberhaupt muss man sagen dass die verschiedenen Laender sich in Belgrad die Fuesse platttreten, zumindest was Rechtshilfe angeht. Aber gut, mir soll's Recht sein. Denn wo Amerikaner, da gutes Essen.
Morgens war ich noch von Vlada mit dem Auto abgeholt worden, meinen Rueckweg trat ich allerdings mit dem Bus an. Hoert sich einfach an. Ist es auch, wenn man die Umgebung seiner Wohnung schonmal bei tageslicht gesehen hat oder zumindest weiss wo sich die naechste Bushaltestelle befindet. War ein aufregendes Unternehmen: ich hatte naemlich imer noch keine Ahnung wo ich wohnte. Die Adresse hatte ich mir zwar aufgeschrieben aber natuerlichin der Wohnung gelassen. Ebenso Hausnummer. Ich konnte folglich nichteinmal Passanten um Hilfe bitten. Das einzige woran ich mich erinnerte war die Farbe und Form der Haustuer. Und so schaute ich mir Haustueren in der Belgrader Altstadt bei Nacht an. Auch ein Erfahrung. Nach einiger Zeit fand ich auch eine verheissungsvoll aussehende Tuer; es war sogar meine.
Erster Tag erfolgreich hinter mich gebracht.

1 Kommentar:

Tom hat gesagt…

...anderen Leuten passiert das gleiche, aber nicht, weil sie den Heimweg noch nicht kennen, sondern weil sie nicht mehr ganz zurechnungsfähig sind.